Ohne Plastik durch die Fastenzeit + Blogparade #40tageplastikfrei


Blogparade, Nachhaltigkeit, Zero Waste / Dienstag, Februar 13th, 2018

In unserer Gesellschaft ist es inzwischen üblich in der Fastenzeit einfach irgendetwas zu entsagen. Der eine fastet Kaffee, der nächste Gummibärchen und wieder ein anderer Fast Food. Da ich selbst katholisch aufgewachsen bin, habe ich in den letzten Jahren auch immer wieder gefastet. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Da ich nun noch mitten in der Stillzeit bin, fällt das klassische Fasten für mich dieses Jahr aus. Es gibt allerdings ein Thema, welches mir keine Ruhe lässt: Plastik.

Das Gute daran: Es geht nicht nur mir so! Daher haben die liebe Laura von The OGNC, Anna von Annanikabu und Ich beschlossen, die Fastenzeit in diesem Jahr plastikfrei zu verbringen. Wie wir nach unseren Vorbereitungen feststellten, sind wir damit auch nicht alleine, denn auch der BUND ruft zum Plastikfasten auf. Und wir glauben, es ist höchste Zeit!

(Plastik-)Müll geht uns alle an

Insgesamt produziert jeder Deutsche 611 kg Müll pro Jahr, davon durchschnittlich 37 kg Plastikmüll nur aus Verpackungsmüll! Wahnsinn oder? Aber es geht noch schlimmer: Es werden in Deutschland nämlich jährlich sechs Milliarden Plastik-Tüten verbraucht und die durchschnittliche Gebrauchsdauer liegt gerade mal bei 25 Minuten.

Unsere Städte, aber vor allem unsere Meere, versinken in Müll. Vorrangig Plastik. In weiten Teilen des Meeres gibt es mittlerweile sogar sechs Mal mehr Plastik als Plankton. Das ist ein Zustand, den wir nicht länger so hinnehmen, geschweige denn unterstützen dürfen. Wir leben in völligem Überfluss, ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei kann es an vielen Stellen so einfach sein.

Es ist gar nicht so schwer wie man glaubt

Die Welt rund um Zero Waste, plastikfrei und nachhaltig leben, kann einen erst einmal ziemlich einschüchtern. Ich kenne das. So sehr ich davon überzeugt war, so schwer fiel es mir, es anzupacken. Ich hatte Angst davor etwas falsch zu machen. Aber es gibt kein Falsch, denn egal was du tust, es ist das Richtige. Also trau dich!

In den nächsten 40 Tagen nehmen Laura, Anna und Ich dich mit auf unsere Reise in eine (weitgehend) plastikfreie Welt. Wir geben dir Tipps an die Hand, wie auch du deine ersten Schritte in Richtung Zero Waste gehen kannst. Es geht hierbei nicht um Perfektion, sondern darum einen Anfang zu machen. Jedes Stück Plastik zu dem du heute Nein sagst, ist gut für unsere Umwelt.

 

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Einladung zur Blogparade #40tageplastikfrei

Gleichzeitig möchten wir dich dazu aufrufen mitzumachen mit uns die Fastenzeit zu verbringen. Mit dem Hashtag #40tageplastikfrei findest du alles zu unserer Fastenzeit und kannst an unserer Blogparade teilnehmen. Teile deine Gedanken zu Zero Waste und Plastik mit uns. Auch wenn du es nicht schaffst mit uns zu fasten, bist du herzlich eingeladen mit einem Beitrag teilzunehmen. Wir freuen uns über jeden, der ein paar Schritte mit uns geht! Teile deine Ideen, Tipps und Tricks oder einfach deine Gedanken bis zum 29.03.2018 mit uns.

Gern verlinken wir dich dann mit deinem Beitrag hier in unserer Blogparade. Schreibe eine Mail an marilena@marilenamueller.de, nutze das Kontaktformular oder poste einfach deinen Beitrag in die Kommentare. Wenn du keinen eigenen Blog hast, melde dich auch gerne. Wir geben dir gerne die Möglichkeit im Rahmen eines Gastbeitrags teilzunehmen.

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31 Kommentare zu “Ohne Plastik durch die Fastenzeit + Blogparade #40tageplastikfrei”

  1. Also, ich habe mich letztens beim Einkaufen unglaublich aufgeregt – ich wohne in keiner Großstadt. Hier gibt es nicht so einen Laden, in dem ich auch die Mengen kaufen kann die ich auch wirklich brauche und egal was ich kaufe es ist in Plastik eingehüllt – sogar mehrfach. Eine kleine Ecke meines Gehirns möchte jetzt einen sinnvollen Nahrungsmittelladen eröffnen. Aber da geht es bei der Inneneinrichtung schon wieder weiter mit dem Thema Plastik. Es ist gar nicht so einfach – wirklich nicht. 😀

  2. Das ist mal ein gutes Fastenziel! ich wünsche euch gutes gelingen, hier in Norwegen ist es noch deutlich schwerer, da wirklich alles in Plastik eingepackt ist und es auch keine unverpackt Läden gibt,einige einzelne Läden gibt es aber viel zu wenig.

    Lg aus Norwegen
    Ina

    1. Vielen Dank! Da haben wir in Deutschland wirklich Glück. In den meisten größeren Städten gibt es inzwischen die Unverpackt-Läden. Vielleicht ist ein Wochenmarkt eine Alternative?

  3. Sehr coole Fasten-Aktion! Da haben alle was davon. Allerdings ist es bestimmt genauso schwer 40 Tage plastikfrei zu leben wie 40 Tage lang bestimmte Dinge nicht zu essen. Ich versuche seit Jahresanfang den Plastikmüll zu reduzieren und stoße immer wieder an meine Grenzen. Am meisten ärgert mich, dass es selbst in Biosupermärkten bestimmtes Gemüse nur verpackt gibt.
    Liebe Grüße
    Angela

    1. Mit Sicherheit ist das genau so schwer! Ein Teil meiner Familie versucht über die Fastenzeit zuckerfrei zu leben und kämpft damit auch.

      Das verpackte Bio-Gemüse ist wirklich schlimm. Ich verstehe den Sinn, dass es nicht kontaminiert werden soll von „normalem“ Gemüse, aber irgendwo geht das zu weit.

  4. Ein etwas anderes, aber tolles Ziel für die Fastenzeit! Hier können sich viele ein Beispiel nehmen! Es ist wahnsinn, wie viel Plastikmüll aufkommt, nur weil man Einkaufen geht! Ich versuche auch so gut es geht, Plastik zu vermeiden. Danke für diesen Denkanstoß!

    Liebe Grüße
    Ronja

  5. ein wahnsinnig tolle Idee liebe Marilena!
    warum sollte man die Fastenzeit auch nur zum „fasten“ an sich nutzen?! ich ernähre mich ohnehin schon so gut wie tierfrei 😉
    aber der Plastikmüll, den wir so produzieren, stößt mir auch immer wieder auf … ich kaufe Obst und Gemüse gerne lose, aber ärgere mich oft, dass es so viel teurer ist, als in Plastik verpacktes, weil als Studentin schaut man ja schonmal auf den Preisunterschied! dabei ist da doch EXTRA PLASTIK drum!? :/

    toller Denkanstoß, ich werde nochmal mehr auf „kein Plastik“ achten 🙂
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

    1. Du hast absolut Recht. Ich hatte den Gedanken im Unverpackt-Laden oder auch schon früher beim Bauern. Mit einem geringeren Einkommen bekommt man es da wirklich schwer gemacht.
      Dir noch viel Erfolg auf deinem Weg!

  6. Sehr coole Aktion! Ich habe auch schon angefangen im Alltag so oft es geht auf Plastik zu verzichten. Finde es super das als Fastenziel zu setzen – ist auch einfach viel sinnvoller als viele andere Fastenziele. 🙂
    Bin gespannt was du berichtest und werde auch mal den Hashtag im Auge behalten.

    Liebe Grüße
    Sarah

  7. Ich bin schon so aufgeregt und freue mich sehr auf unser kleines Experiment.
    Hach, ob wir es wohl wirklich 40 Tag schaffen, komplett auf Plastik zu verzichten!? Das wird super spannend! Schön, dass wir 3 uns gefunden haben und das gemeinsam durchziehen werden! Hoffentlich können wir auch viele andere animieren mitzumachen! 😉

    Liebe Grüße
    Anna

      1. Hey, super, dass ihr drei euch entschieden habt, bei der BUND Aktion mitzumachen. Ich, 38 und Dreifachmama, lebe auf dem Land. Mein Mann und ich haben letztes Jahr im November auf „plastikfrei“ umgestellt. Gar nicht so einfach, dachten wir im ersten Moment, schließlich leben hier sechs Menschen (wir haben ein Aupair) von 3-42, ein Hund, eine Katze und 10 Hühner. In einigen Bereichen fiel uns die Umstellung gar nicht so schwer. Unverpackte Alternativen waren leicht zu finden, einiges kostete uns Überwindung (ich habe mir vor 2 Wochen eine Menstruationstasse gekauft, die auf ihren ersten Einsatz wartet). Für andere Dinge fanden wir keinen Ersatz und verzichteten schweren Herzens darauf (So gab es bei uns 5 Wochen lang keine Salatgurken, da egal ob Bio oder konventionell, alle eingeschweißt waren). Ich war begeistert von der Haarseife, die ich erst beim zweiten Besuch eines Ladens kaufte, weil ich mir nicht sicher war, ob das funktionieren kann. Mittlerweile mache ich mein eigenes Spülmaschinenpulver, Waschmittel und auch Lippenbalsam in kleinen Gläschen habe ich schon hergestellt (toll als Mitbringsel). Meine Schränke, die voller Tupperware waren, wurden dank Verkauf via Whatsapp und Facebook leerer und leerer. Von dem Geld kaufte ich teilweise neue Edelstahlbehälter als Brotdosen für die Kinder. Wenn mein Mann und ich auf der Arbeit unser Essen auspacken (Obstsalat oder Overnight Oats in Bügelgläsern, Nüsse in Edelstahldosen, Snacks eingewickelt in Bienenwachstüchern, …) schauen uns die Kollegen merkwürdig an und fragen, was denn mit uns nicht stimmt. Tja, mit uns stimmt alles. Wir haben keine Lust mehr, bei dem Plastikwahn mitzumachen. Dann kommt der Spruch, dass man alleine die Welt eh nicht retten kann. Nein, kann man natürlich nicht. Aber mittlerweile verzichtet eine weitere Kollegin auf Plastik, ein zweite hat von Plastikflaschen auf Glasflaschen umgestellt und eine dritte denkt darüber nach, mit mir in den Unverpackt-Laden zu fahren, den wir glücklicherweise entdeckt haben. Es ist tatsächlich auf dem Land schwieriger, zero waste zu leben. Wir haben zu Beginn sogar darüber nachgedacht, einen eigenen Laden zu eröffnen, um die Möglichkeit zu haben und bieten, unverpackt einzukaufen. Zum Glück haben wir dann einen 30km weit entfernten Laden entdeckt, in dem wir jetzt alle 3-4 Wochen unsere Vorräte aufstocken. Es ist also, mit Abstrichen, möglich, etwas zu verändern. In unserem ersten Monat haben wir es geschafft, statt der zwei immer überquillenden Mülltonnen nur noch eine zu füllen und waren fast erschrocken, wie leicht es war. Die letzte Müllabfuhr haben wir „verpasst“. Ich war schon etwas gestresst, weil das früher ein echtes Problem war. Ein Blick in unsere Tonne zeigte: Sie war noch nicht mal halb voll. Unser Müll wird nie in ein Marmeladenglas passen. Aber wir tun, was wir können. Und wenn andere Menschen davon angesteckt werden und anfangen, darüber nachzudenken, ist viel getan. Ich erinnere mich an einen Shoppingtrip mit ein paar Freundinnen. Ich musste allerhand Spot ertragen, weil ich meine eigenen Jutebeutel dabei hatte und auf den Coffee-to-Go verzichtete, weil es den nur im Wegwerfbecher gab. (Mittlerweile habe ich einen coolen Bamboo-Cup von Chic.mic, den ich mir einpacken, wenn ich unterwegs bin.) Am Ende des Tages hatte nur eine von acht eine Plastiktüte gekauft, um ihre Schuhe zu verstauen, den Rest hatte ich mit Jutetaschen ausgestattet bzw. war die Handtasche groß genug um den Einkauf zu verstauen. Also, nicht aufgeben. Steckt andere an. Erzählt euren Freunden von der Aktion. Verschenkt hübsche Jutetaschen, Bamboocups oder andere tolle Geschenke zum Wiederverwenden. Unser mittlerer Sohn (10) hat sich zu Weihnachten eine Greenpeace-Mitgliedschaft gewünscht und hat tatsächlich rund 10 Mitstreiter gefunden, die ein Greenteam mit ihm gegründet haben. Sie haben eine Müllsammelaktion am Fluss organisiert und innerhalb von 2 Stunden 6 Säcke Müll gesammelt. Geniale Kinder. Also: Viel Erfolg!!!

  8. Das ist aber eine tolle Idee! Ich versuche auch, so wenig Plastik wie es geht zu verschwenden. Stattdessen benutze ich meine geliebte voss-Flasche, da brauche ich mir keine Sorgen machen – von wegen Flaschen, die danach weggeworfen werden müssen oder nicht etc.
    Ich denke, ich versuche es auch mal 🙂

    Ich drücke euch die Daumen!
    Viennese plastic free greetings, Menna von Lines & Rhymes Universe
    http://www.linesandrhymesuniverse.blogspot.com

    1. Ah, die voss-Flaschen sind aber auch toll. Da hatte ich auch schon eine zuhause. Insgesamt gibt es sehr viele schicke Alternativen.

      Viel Erfolg und lass uns gerne teilhaben!

  9. Oh das ist doch mal ein richtig toller Verzicht in der Fastenzeit – obwohl das ja wirklich unmöglich ist. Ich versuche es schon seit Jahren, dennoch sind die gelben Säcke immer voll… aber schön, es wenigstens zu reduzieren und schön mal an sowas zu denken in der Fastenzeit!!! Und auch noch als blogparade – perfekt und bewundernswert!

    Liebste Grüße,

    Nicky

  10. Das ist eine wundervolle Idee. Erst heute morgen dachte ich beim Müll rausbringen: Wie ist es möglich, dass ich in so kurzer Zeit schon wieder so viel Müll produziert habe? Daher freue ich mich sehr über diese tolle Blogparade und bin gespannt auf eure Tipps. Ich werde das verfolgen und hoffe, dass ich einiges davon umsetzen kann. LG, Julia von roadheart.com

  11. Hallo Marilena!

    Eine tolle Aktion – und ich beteilige mich wirklich sehr gerne an dieser Blogparade! Ich habe gerade einen Beitrag zum Thema verfasst, denn auch wir versuchen aktuell, mehr auf Nachhaltigkeit und auf die Vermeidung von (Plastik-)Müll zu achten. Manchmal ist das gar nicht so einfach… Aber ich finde, dass jeder (auch noch so kleine) Schritt in die richtige Richtung zählt!

    Hier ist mein Beitrag zum Thema:
    https://aktiv-mit-kindern.com/2018/03/25/9-einfache-tricks-fuer-mehr-nachhaltigkeit-und-weniger-plastik-im-alltag/

    Weiterhin viel Erfolg 🙂 und liebe Grüße!
    Lisa

  12. … [Trackback]

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