Wie auch du den Einstieg in Zero Waste schaffst


Blogparade, Nachhaltigkeit, Zero Waste / Freitag, Februar 23rd, 2018

Wir leben nun schon seit anderthalb Wochen plastikfrei und versuchen überhaupt möglichst müllfrei, also nach Zero Waste, zu leben. Über eine Woche schon. Die Zeit rennt wirklich. Gefühlt gehe ich viel weniger einkaufen, obwohl ich anfangs die Befürchtung hatte viel öfter gehen zu müssen. Wir beschäftigen uns jetzt viel mehr mit den Dingen, die wir essen und brauchen sie auch eher auf. Unsere Vorratsschränke werden endlich leerer, anstatt immer nur voller.

Für uns ist Zero Waste und plastikfrei leben ein Lernprozess. Es ist wirklich einfacher als geglaubt. Heute möchte ich dir Tipps an die Hand geben wie auch du den Einstieg in Zero Waste schaffst. Ganz simpel, ohne viel neu kaufen zu müssen.

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Zero Waste heißt lernen, Nein zu sagen

Das Allerwichtigste ist wohl, dass man lernt Nein zu sagen. Auch Bea Johnson, die „Mutter“ des Zero Waste, nennt „Refuse“ als ersten und wichtigsten Punkt, um auf Müll zu verzichen. Gerade wenn es zum Beispiel um Gratisproben geht, neigen wir dazu unseren Kopf auszuschalten und blind ja zu sagen. Meist wandert der Großteil davon hinterher in den Müll. Ich war was das betrifft keine Ausnahme. Bei Gratisproben war ich immer dabei. Gebraucht habe ich davon das Meiste nicht.

Weiter machen könnten wir mit Plastiktüten, die man beim Einkaufen oder Shoppen dazu bekommt oder den Papiertüten beim Bäcker. All das sind Dinge, die wir nicht brauchen und leicht ersetzen können. Und ich gebe dir heute mit auf den Weg, wie du das schaffst, ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Nutze die Dinge, die du schon zuhause hast

Anfangs war ich der festen Überzeugung, ich müsse alles mögliche neu kaufen. Glasbehälter, Baumwollbeutel, Lunchboxen aus Edelstahl. Tatsächlich behalten haben wir im Endeffekt nur die Baumwollbeutel von Naturtasche. (Keine Werbung, ich bekomme kein Geld dafür. Ich finde die einfach so toll.) Damit gehen wir Gemüse kaufen, Brot und Brötchen beim Bäcker und zum Beispiel  Nudeln im Unverpackt-Laden. Baumwolltaschen sind auch super, um beim Shoppen keine Plastiktüten mehr mit nach Hause zu bringen.

Zudem hat jeder von uns meist unzählige Plastikbehälter zuhause. Für den Anfang reicht es völlig diese zu nutzen. Natürlich ist das dann nicht plastikfrei, aber es geht im ersten Schritt doch darum, neuen Müll zu vermeiden. Es wäre also nicht nachhaltig, die vorhandenen Behälter wegzuwerfen nur weil sie nicht aus Glas sind. Nutze was du hast! Egal ob Plastik- oder Glasbehälter.

Mach dir selbst nicht zu viel Druck

Zero Waste und plastikfrei leben ist ein Prozess. Es ist in meinen Augen unmöglich von heute auf morgen so zu leben. Fange damit an dir bewusst zu werden, wo du deinen Müll bisher produziert hast. Steckt vielleicht Mikroplastik in deiner Kosmetik? Ich war zum Teil wirklich überrascht. Und dann beginne damit, deine Vorräte aufzubrauchen. Immer wenn etwas leer ist, kannst du es durch etwas plastikfreies ersetzen. Das beginnt bei den Lebensmitteln und geht weiter bei den Dingen des alltäglichen Bedarfs in Bad und Küche. Stück für Stück wird der Haushalt so plastik- und müllfreier.

Wie hast du den Einstieg in ein möglichst Plastik- und Müllfreies Leben geschafft?

Lass gerne ein Kommentar mit deinen Tipps und Erfahrungen da, schreibe eine E-Mail an marilena@marilenamueller.de oder nutze das Kontaktformular. Und vergiss nicht bei unserer Blogparade #40tageplastikfrei mitzumachen!

3 Kommentare zu “Wie auch du den Einstieg in Zero Waste schaffst”

  1. Mich nervt es ja immer wenn man sich etwas elektronisches bestellt und jedes einzelne Teil z.B. vom PC extra in Plastik eingepackt ist. Oft wird das einfach total übertrieben. Mit Rucksack und Stoffbeutel gehen ich schon seid Jahren einkaufen. Und alles was man so aus dem Garten holen kann, versuche ich auch direkt von dort zu bekommen. Auch versuche ich darauf zu achten eher Glasflaschen zu kaufen anstatt Plastik. Es ist nicht ganz leicht, doch wie du schon schreibst, es ist wichtig sich das einfach einmal bewusst zu machen. Danach fängt man automatisch an mehr über seinen Konsum nach zu denken.

  2. Deine Tipps sind super! Ich finde es super, dass du betonst, dass es ein Prozess ist und man nicht von heute auf morgen komplett müllfrei leben kann. Aber jeder kleine Schritt ist ja schon ein super Anfang! Außerdem finde ich es unheimlich wichtig, nicht rigoros jedes Plastikteil wegzuwerfen, sondern noch weiter zu nutzen, so lange es funktioniert bzw. bis es aufgebraucht ist!

    Mir macht unsere Challenge super viel Spaß und ich stelle jeden Tag erneut fest, wo überall Plastik drin, dran und drum ist, wo man vorher so gar nicht drauf geachtet hat…

    Liebe Grüße
    Anna

  3. Hallo,
    Das mit den Stoffbeuteln funktioniert bei uns ganz gut. Allerdings nicht beim Bäcker. Bei uns lehnt sogar der Biobäcker den Brotbeutel ab. Aus hygienischen Gründen. Nun gut.
    Aber mein Kaffeebecher darf mit und spart mir Geld. Bei einigen Bäckerreien wir der Kaffee allerdings im Pappbecher zubereitet oder abgemessen und dann nur umgefüllt….
    Allerdings hat bei uns der Metzger im Ort Anfang des Jahres geschlossen. Nun geht jedes Fleisch und jeder Käse in Plastik verpackt ins Haus. Die Gelbe Tonne war sonst nach 4-6 Wochen leidlich voll. Nun brauchen wir extra Säcke…
    Wieder abgeschafft haben wir nach kurzer Testphase das selbst gemachte Geschirrspülmittel. Das Geschirr wurde in unserer Supersparmaschine damit nicht sauber. Und nicht trocken.
    Beim Waschmittel hatten wir eine ähnliche Erfahrung in punkto Sauberkeit. Geblieben ist der Essig als Weichspüler. Nur wird der neuerdings auch in Plastik statt Glasflaschen verkauft. Der Umwelt zuliebe weil es leichter ist und damit Sprit auf dem Transport spare.
    Leicht ist doch anders.

    Viele Grüße Anja

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